mensch im Hamsterrad

Ausbruch aus dem Hamsterrad Pt. I

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Vielleicht geht es Dir heute so, wie es mir damals ging.

Ich hatte einen richtig guten Job bei einem DAX30 Konzern und war damals bereits neun Jahre dabei. Die letzten vier Jahre verbrachte ich als fachlicher Leiter für meinen Verantwortungsbereich und hatte eine Umsatzverantwortung von gut 40. Mio EUR ⇒ pro Jahr!

Das bedeutet, klappte alles und die Ziele wurden alle eingefahren gab es einen schönen Bonus und eventuell ein Lob auf einer Tagung vom Chef himself. Wow! Ehrlich gesagt, mich motivierte das schon, anfangs zumindest und zumindest der Boni der durchaus im fünfstelligen Bereich war.

Ich war gut in meinem Job. Richtig gut. Kollegen von mir brannten aus und endeten mit Burn Out in einer Klinik, andere bekamen heftigste Migräne Attacken mit der Zeit. Andere passten sich so sehr den Gepflogenheiten des Unternehmens an, dass Ihre eigene Persönlichkeit leider flöten ging. Ich schaffte immer meinen Bonus und war derjenige der mit relativ wenig Aufwand viel Ertrag brachte. Ganz nach dem Paretoprinzip.

Zitat Wikipedia:


Das Paretoprinzip, benannt nach Vilfredo Pareto (1848-1923), auch Pareto-Effekt oder 80-zu-20-Regel genannt, besagt, dass 80 % der Ergebnisse mit 20% des Gesamtaufwandes erreicht werden. Die verbleibenden 20 % der Ergebnisse benötigen mit 80 % die meiste Arbeit.

Ein tolles Buch wie man das Prinzip für sich nutzen kann, gibts übrigens hier.

Also alles gut?

Nein! Du musst Dir eines vor Augen halten:

Du bist nur dann langfristig richtig gut in Deinem Beruf wenn:

  • wenn Du einen SINN in Deiner Aufgabe siehts
  • wenn Deine Arbeit Dir Freude macht
  • wenn Du GUT bist in dem was Du tust

So, ich für mich war aber nur gut in dem was ich tat. Weder tat ich es gerne noch sah ich irgendeinen Sinn darin – denn: das GELD ist nicht der Sinn alleine – don`t forget this!

Dieser Zustand brachte mich nach fast vier Jahren ziemlich nahe an einen Burnout OBWOHL ich nicht so viel arbeitete. Verrückt!!! Mich kotzte alles an was mit meiner Arbeit zu tun hatte. Ich war lethargisch und antriebslos weil ich in meinem TUN einfach keinen Sinn sah und ich generell immer das gleiche verdiente. Ich war obendrein nach oben hin gedeckelt, sodass ich am Anfang des Jahres ausrechnen konnte, wie hoch mein maximal Verdienst war! Für mich ist das der Tod. Solch ein System ist langweilig und demotivierend! Zum Thema „Angestelltensystem“schreibe ich einen separaten Beitrag.

Zum Glück, las ich in einem Artikel der SZ von einem Amerikaner, der ein Onlinebusiness gestartet hatte und innerhalb von drei Monaten 1 Mio USD Umsatz generiert hatte.  Nicht vergessen: Geld sollte aber NIE dein Hauptmotivator sein! Wenn Du richtig gut bist, kommt das Geld von alleine.

Ich stand damals kurz vor meiner dreimonatigen Elternzeit und sagte mir: „..kann ich auch!“

..to be continued!

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